Obstruktive Schlafapnoe ist heilbar!


Haben Sie die Befürchtung, am Syndrom der Obstruktiven Schlafapnoe (OSAS) zu leiden? Eine Diagnose verschafft Ihnen Gewissheit. Vorab: Geraten sie bei positivem Befund nicht in Panik! Es stehen bei Schlafapnoe gute Möglichkeiten der Behandlung zur Verfügung.

Zuerst sollten Sie sich jedoch bei einem niedergelassenen HNO-Arzt einem sogenannten Schlaf-Screening unterziehen. Sie erhalten dabei Geräte, die bei Ihnen Zuhause verschiedene Parameter messen und aufzeichnen: Sie nehmen zum Beispiel den Atemfluss und die Atemgeräusche unter die Lupe, messen die Sauerstoffsättigung im Blut sowie die Herzfrequenz, zeichnen aber auch Ihre Körperhaltung und Bewegungen des Brustkorbs auf.

Noch genauer können Betroffene in einem Schlaflabor untersucht werden. Hier lassen sich Gehirnströme, Blutdruck und Herzfrequenz, aber auch die Augenbewegungen und der Muskeltonus von Schlafenden messen. Daraufhin ergibt sich ein umfassendes Bild über sämtliche Schlafphasen hinweg.

Stellt sich heraus, dass Ihre Gesundheit gefährdet ist, gilt es, die geeignete Behandlung der Schlafapnoe auszuwählen.

Schlafapnoe Behandlung


Umstellung des Lebenswandels


Bei leichten bis mittelgradigen Symptomen kann es helfen, den eigenen Lebenswandel umzustellen. Eine Ursache der obstruktiven Schlafapnoe ist beispielsweise häufig Übergewicht. Läuft Ihr Body-Mass-Index aus dem Ruder, sollten Sie dringend abnehmen. Versuchen Sie, sich gesünder zu ernähren und sich mehr zu bewegen. Jedes Kilo weniger kann sich positiv auf die nächtliche Atmung und somit den Schlaf auswirken.

Auch Alkoholgenuss – gerade vor dem Zubettgehen – kann nächtliche Atemnot befördern. Zwar wirkt Alkohol vordergründig ermüdend und buchstäblich erschlaffend. Doch dabei erschlafft auch die Muskulatur der Atemwege. Das erschwert den Atemfluss und erhöht das Risiko eines Atemstillstands. Gleiches gilt übrigens für Medikamente, insbesondere Schlaf- und Beruhigungsmittel.

Nicht zuletzt lässt sich leichte Schlafapnoe mit festen Strukturen und einer dem Schlaf förderlichen Umgebung lindern. Achten Sie auf einen gleichbleibenden Schlafrhythmus und ausreichend Schlaf. Eine Ihren Bedürfnissen angepasste Matratze und bequeme Kissen unterstützen gesunden Schlaf zusätzlich.

Bissschienen als Behandlung bei Schlafapnoe


Wir erinnern uns: Das Schnarchen entsteht meist, weil die Muskeln – und somit auch die Zunge – erschlaffen. Die erschlaffte Zunge sinkt in den hinteren Rachenbereich und verstopft die Atemwege. Die Atemluft muss sich buchstäblich den Weg frei kämpfen. Die dabei entstehenden Vibrationen hören wir als Schnarchen.

Unterschiedliche Schnarch- bzw. Bissschienen sollen nun helfen, die Atemwege auch bei erschlaffter Muskulatur von Kiefer und Zunge freizuhalten. Als erfolgreichste jener Schienen hat sich die sogenannte Unterkieferprotrusionsschiene etabliert.

Ihr Prinzip: Sie schieben Unterkiefer und Zunge etwas nach vorne und halten auf diese Weise die Atemwege offen. Diese Schienen passen zahntechnische Labor individuell an Ihre Kiefern an. Jedoch eignet sich diese Methode der Behandlung nur bei leichter bis mittelschwerer Schlafapnoe. Sie kommen häufig bei jungen Frauen zum Einsatz oder bei Betroffenen, die vor allem in Rückenlage schnarchen.

CPAP-Therapie bei Schlafapnoe


In schwerwiegenden Fällen der obstruktiven Schlafapnoe gehörte die Behandlung mit Schlafapnoe-Masken – die sogenannte CPAP-Therapie – in den letzten Jahren zur bevorzugten Methode. Die Abkürzung CPAP steht für „continuous positive airway pressure“, also für einen „kontinuierlichen positiven Atemwegsdruck“. Diese „Druckluft“ wird über ein Beatmungsgerät in die Schlafmaske geleitet.

Eine sogar noch etwas fortschrittlichere Variante dieser Therapieform ist die Behandlung per BiPAP – also durch „biphasic positive airway pressure“. Hierbei lässt das Schlafapnoe-Gerät zwei unterschiedlichen Druckstufen entstehen – eine höhere zum Einatmen, die niedrigere zum Ausatmen.

CPAP- und BiPAP-Therapie stabilisieren zwar beständig den Atemfluss, viele Patienten empfinden die Masken jedoch als unangenehm oder fühlen sich vom Geräusch der Beatmungsgeräte gestört.

EFFEKTIVE ALTERNATIVE:

Die Behandlung durch den operativen Eingriff


Um das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom ursächlich zu heilen, wendet Dr. med. Dr. med. dent. Gábor Császár die von ihm weiterentwickelte Operationsmethode zur Korrektur beider Kiefer, unter Verwendung von einer dreidimensionalen Modelloperationsplanung an.

Bei dieser bimaxilläre Umstellungsosteotomie handelt sich um einen vergleichsweise schonenden und mit rund zweistündiger Dauer relativ kurzen operativen Eingriff. Er eignet sich besonders für Betroffene, bei denen ein kleiner oder weit zurückliegender Kiefer und Zungengrund schuld sind an der Verengung der Atemwege.

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